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Lernstörungen

Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich vielfältig. Sie reichen von Verweigerung der Bereitschaft zum Lernen bis zu der Unfähigkeit, Gelerntes behalten oder wiedergeben zu können. Bevor man große Schritte unternimmt, gilt es abzuklären, ob der junge Mensch sich in einer geeigneten Umgebung zum Lernen befindet. Dazu gehört ein Raum, der frei ist von äußeren Störungen. Desweiteren braucht ein junger Mensch auch die emotionale Unterstützung für seinen Lernprozess. Oft liegen dahinter aber auch anderweitige Probleme und Ursachen: von dem Nicht-Anerkannt-Sein in der Klassengemeinschaft und im Freundeskreis über Probleme mit den Lehrern oder eben auch Probleme in der Familie. Von Natur aus ist ein junger Mensch immer wissbegierig, neugierig und interessiert an neuem Wissen.

Wie können Lernstörungen behandelt werden?

Zunächst gilt es, mit dem Therapeuten und dem jungen Menschen abzuklären, wo genau die Ursachen für die Störung liegen. Dazu gibt es umfangreiche Testmaterialien, um eine Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche festzustellen. In einem Gespräch mit dem Therapeuten kann auch eruiert werden, ob die Lernschwäche allgemeiner Natur ist oder ob es Bereiche gibt, in denen der junge Mensch besonders interessiert ist und sich auch schon ein Wissensgebiet aufgebaut hat. Zusätzlich gilt es, die Lernumgebung, die schulische und private Situation zu beleuchten. Aus meiner Erfahrung heraus wissen junge Menschen sehr gut, was sie stört und was aus ihrer Sicht getan werden kann, um die schulischen Leistungen zu verbessern. Mit positiver Unterstützung lässt sich oft mit einfachen Mitteln die Situation verbessern, insbesondere, wenn der junge Mensch aus eigenem Antrieb dies auch möchte.

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Aufmerksamkeitsstörungen

Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität ist seit Jahren in aller Munde. Echtes ADS oder ADHS gehört unbedingt von ärztlicher Seite begutachtet und evtl. auch behandelt. Daneben gibt es aber auch Kinder und Jugendliche, die sich nicht längere Zeit auf eine Sache konzentrieren können und somit als unaufmerksam gelten.

Wie kann eine Aufmerksamkeitsstörung behandelt werden?

Hier gilt es abzuklären, ob die Unkonzentriertheit sich über einzelne oder über viele Bereiche erstreckt. In der Regel gibt es sehr wohl Bereiche, in denen Kinder und Jugendliche längere Zeit sehr konzentriert arbeiten können, während in anderen Bereichen die Aufmerksamkeit nicht lange bei der Sache ist. Mit dem jungen Menschen gemeinsam kann hier eine Strategie entwickelt werden, die Aufmerksamkeit zu konzentrieren und evtl. Blockaden zu lösen.

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Probleme in der Pubertät

Die Pubertät ist ein langer Prozess, in dem das Kind sich allmählich zur Frau oder zum Mann entwickelt. Neben der hormonellen Umstellung ist es aber vor allem auch ein Prozess der Selbstfindung. Wer bin ich, was will ich und vor allem, wo will ich hin. Für Erwachsene ist dies oft kein einfacher Weg, da die jungen Menschen von einem Extrem in das andere fallen. Von echten Problemen spricht man allerdings erst, wenn die normale Entwicklung außerhalb der Norm ist. Das heißt, dass die Jugendlichen über die Maßen rebellieren, sich unsozial verhalten, gewalttätig werden oder sich auch sehr stark zurückziehen. Zusätzlich kann es zu Missbrauch von Alkohol oder Drogen kommen.

Wie können Probleme in der Pubertät behandelt werden?

Grundsätzlich muss ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Therapeuten und dem Jugendlichen aufgebaut werden. Erst dann sind junge Menschen in dieser Entwicklungsphase bereit, über sich und ihre Probleme zu reden. Sehr oft reicht es, ihre persönliche Situation von einer anderen Seite zu beleuchten und ihnen Hilfsmittel an die Hand zu geben, die Dinge anders zu lösen. Auch ist es wichtig, dass der Jugendliche lernt, gerade in dieser Zeit über sich und seine Ansichten zu reden. Es gehört nun Mal in dieser Phase dazu, dass man lernt, sich, aber auch Andere ernst zu nehmen und zu respektieren. Gemeinsam mit einem Therapeuten kann man dies erlernen und austesten, um es dann im sozialen Umfeld anwenden zu können.

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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen im Kindesalter gilt es immer zunächst über einen Arzt abklären zu lassen. Wenn der ärztliche Befund negativ ist, geht man davon aus, dass die Kopfschmerzen mit Überforderung zu tun haben. Diese Überforderung kann vielfältig sein: angefangen von der familiären Situation über die schulische Situation hin zu nicht bewältigten vergangenen Situationen.

Wie können Kopfschmerzen behandelt werden?

Ist der ärztliche Befund negativ, so kann ein Therapeut in spielerischen Gesprächen mit dem jungen Menschen eine Hilfestellung geben, über die Dinge, die das Kind oder den Jugendlichen belasten, zu sprechen. Auch hier gilt das unbedingte Vertrauensverhältnis zwischen beiden. In einem zweiten Schritt müssen die Eltern in die Probleme einbezogen werden. Sehr oft zeigen hier kleine Veränderungen eine große Wirkung.

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